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Werk von Sepp Laubner © Landesgalerie Burgenland

Zur Ausstellung

Die ausgestellten Arbeiten von burgenländischen Künstlerinnen und Künstlern zeugen von verschiedenen Herangehensweisen an die Persönlichkeit Josef Haydn und setzen sich individuell auf spielerisch ernste, philosophische, kritische, subtile aber auch auf ironisch satirische Art auseinander.
„Eine haydn arbeit“ verdeutlicht auch die Thematik auf der Suche nach visuellen Antworten wie der Mensch Joseph Haydn in seinem Wesen die burgenländische Kunstszene inspiriert und verfolgt die Idee, Haydns inneres Wesen darzustellen, bzw. ihre persönliche Auseinandersetzung anlässlich des Haydnjahres mit und um seine Person. Das Ausstellungsplakat, stellvertretend für die Konzeption der Haydn Ausstellung in der burgenländischen Landesgalerie, entworfen vom Künstler Wolfgang Horwarth, zeigt eine Zopfperücke auf dem Perückenboden. Beinahe schwebend materialisiert sich die göttliche Schöpferkraft- ein Geflecht aus geistigem Stoff emporsteigend in die Klänge des Kosmos, eintauchend in die Schöpfungsgedanken des Allumfassenden - betitelt mit den ehrwürdigen aussagekräftigen Worten: „Gott befohlen“.
Jedem Menschen haftet der Keim des Vergehens an. Und doch sehen wir die von unserem Geistesriesen geschaffenen Werke sowohl in der bildenden als auch in der musischen Kunst, an denen die Zeit anscheinend spurlos vorüberzieht, verklärt im Glanz des Unvergänglichen. In einem Dankschreiben des greisen Josef Haydns findet man die Worte: “Ich habe oft gezweifelt, daß mich mein Name überleben würde: allein Ihre Güte flößt mir Vertrauen ein, und das Denkmal, womit sie mich beehrt haben, berechtigt mich vielleicht zu glauben, daß ich nicht ganz sterben werde.“ Wolfgang Horwath hat in seinem 12-teiligen Haydn Zyklus den Versuch unternommen diesen Spirituellen Geist eines Genies einzufangen. Die Perücke, das markante Erkennungszeichen, das Haydn Zeit seines Lebens trug, erscheint nur mehr als eine haptische Wahrnehmung, ein Requisit, das noch als persönliches Erkennungszeichen an den Träger als menschliche Person erinnert. Haydns Musik, sein Schaffenswerk überdauert hingegen voraussichtlich die Ewigkeit. Jene Darstellung von Haydns Perücke, Symbol für die Ausstellung der Landesgalerie anlässlich des Haydnjahres, bringt die thematische Annäherung aller Künstlerinnen und Künstler zum Ausdruck. Bei aller Verschiedenartigkeit diverse Ausdrucksmitteln wie der Malerei, der Fotographie, der Skulptur und der künstlerischen Selbstständigkeit ist ihnen eines gemein: Die reale Vorlage, das Abbild des Meisters Josef Haydn ist NICHT das Hauptanliegen dieser Künstlerinnen und Künstler, ganz im Gegenteil es erscheint in diesen künstlerischen Konzeptionen negiert aber auch entfremdet und teilweise verklärt. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes saß Josef Haydn in London den besten Malern seiner Zeit gegenüber. Um nur einen aus der Vielfalt zu nennen; John Hoppner (*1758 London, +1810 London), ein etablierter Porträtist und Hofmaler der englischen königlichen Familie, dem Haydn im Jahre 1791 Modell stand. Seine äußere Erscheinung ist uns daher bestens überliefert, auch durch zahlreiche originale Druckgraphiken, wobei sich einige bedeutende in der Sammlung der Burgenländischen Landesregierung befinden.