"Vor dem Anfang war die Nacht …. zwischen Realität und Fiktion" Künstlerische Fotoarbeiten von Michaela Bruckmüller in der Landesgalerie
Michaela Bruckmüller, eine der interessantesten und eigenwilligsten bildenden Künstlerpersönlichkeiten der burgenländischen Kultur- und Kunstszene präsentiert ab 23. November 2011 Arbeiten in der Burgenländischen Landesgalerie. Unter dem hintergründigen Titel der Ausstellung "Vor dem Anfang war die Nacht …. zwischen Realität und Fiktion" verbergen sich zum Teil großformatige Fotos die Tiefgründigkeit mit Doppeldeutigkeit verbinden.Michaela Bruckmüller fotografiert. Sie ist aber nicht eine Fotografin im traditionellen Sinn, die einfach auf den Auslöser drückt, um schöne und ästhetische Bilder bzw. Fotos zu machen. Vielmehr arbeitet sie konzeptionell, meist in Serien mit tiefem Hintergrund und klarem Aufbau, sowie einer genau festgelegten und präzisen Thematik und Dramatik. Die Ausstellung von Michaela Bruckmüller in der Burgenländischen Landesgalerie mit ihren künstlerischen Fotoarbeiten ist bis 18. Dezember 2011 in den ehemaligen Stallungen beim Schloss Esterhazy zu besichtigen.
Künstlerische Fotografie steht in der allgemeinen kulturellen Diskussion, und das nicht nur in Österreich, heute noch immer im Spannungsfeld zwischen handwerklicher Tätigkeit und künstlerischen Kreativität. Auch Fotografen formulieren das Wesen der Fotografie sehr oft nicht der Kunst zu, sondern als Handwerk. Dabei ist die gängige Meinung, der Künstler erschafft und schöpft ein Werk, der Fotograf sieht und bildet ab.
Andererseits wurde die Fotografie auch schon sehr früh als geeignetes Medium gesehen, eigenständige Kunstwerke zu erschaffen, die nur mit dieser Technik möglich waren. Denn schon auch der Ursprung des Wortes „Fotografie“ zeigt deutlich, dass es sich hier um eine hohe Kunst handelt, denn die Bezeichnung kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie „Malen mit Licht“.
In diesem Sinn und Verständnis kann also Michaela Bruckmüller mit ihren eindrucksvollen und überzeugenden Fotoarbeiten zweifellos als eigenständige und überzeugende Vertreterin von künstlerischer Fotografie, angesehen werden. Mit dieser, ihrer, „neuen“ und noch jungen Kunstsparte bereichert und beflügelt sie die Kultur- und Kunstszene des Burgenlandes nicht nur ganz außerordentlich und in besonderem Maß, sondern sie leitet damit auch die Kunst und künstlerische Entwicklung des Landes zu einem gewissen Maß zur Internationalität und Weltoffenheit.

