Architekturpreis 2008
Ausstellung mit den Einreichungen zum Architekturpreis des Landes Burgenland 2008 bis einschließlich 5. Juni 2008 im Landesmuseum bei freien Eintritt!
Am 21. Mai fand die Verleihung des Architekturpreises 2008 statt.
24 Bauten wurden beim 4. Architekturpreis des Landes Burgenland eingereicht. Statistisch verteilen sich die Bauaufgaben auf die Kategorien Einfamilienhaus mit 11 Einreichungen, gefolgt von 4 Bildungseinrichtungen, 3 Weingütern im Bereich Landwirtschaft, 2 Kulturbauten, 1 Objekt Handel & Gewerbe, 1 Tourismusbau, 1 Büro & Verwaltungsbau, sowie eine Ordination in der Kategorie Gesundheit/Soziales.
Nahezu die Hälfte der Einreichungen entfiel auf den Einfamilienhausbau. In ihrer Dichte und Gesamtheit stellen die zur Besichtigung ausgewählten Bauten durchaus architektonisch ausgezeichnete Leistungen dar. Sie wurden von den Juroren im Sinne der kulturellen und ökologischen Herausforderung, die sich heute für das Bauschaffen - den Landverbrauch bzw. die Substanzerneuerung - im Lande stellt, diskutiert und nach grundsätzlichen Kriterien bewertet:
- im Hinblick auf einen zukunftsweisenden Beitrag zur spezifischen Baukultur des Landes,
- im Hinblick auf den Beitrag zu einer substanzielle Dorferneuerung,
- im Hinblick auf den Beitrag zur Nachverdichtungen von bestehenden Siedlungsgefügen oder von bestehenden Ensembles,
- im Hinblick auf den Umgang mit Ressourcen in der Wahl von Material, Konstruktion, Raumkonzeption,
- im Hinblick auf neue typologische Ansätze für neue aber auch für tradierte Aufgaben und Funktionen.
Die weiteren, nicht in die engere Bewertung einbezogenen Projekte, schieden einerseits aus auf Grund von primär formbezogenen, äußerlichen Design-Attitüden, deren sich etwa der Tourismus gerne in vordergründiger Weise bedient, oder wo etwa bei Anlagen für Handel und Gewerbe die CI im Vordergrund steht und die Bauten sich über die örtliche Einbindung hinwegsetzen; andererseits wurde beim Umbau eines bestehenden Objektes die architektonische Qualität des Altbaus in seiner topologischen Einbindung und konstruktiven Ausformulierung nicht annähernd erreicht.
Die Jury (Marta Schreieck, Jakob Dunkl, Tomm Fichtner, Heinrich W. Gimbel) entschied sich, einstimmig 3 gleichrangige Preise zu vergeben. Die 3 Preise sind in ihrer architektonischen Qualität - in der räumlichen Umsetzung, in der städtebaulichen Einbindung bzw. konzeptuellen Umsetzung und in der handwerklichen Ausführung überzeugend.
- Ordination Dr. Datlinger in Mattersburg, Architekten Feyferlik/Fritzer
- Weingut Pfneisl in Klein Mutschen, Architekt Dietmar Gasser
- Franz Liszt Konzerthaus in Raiding, AtelierKEMPETHILL
Darüber hinaus wurden 4 Auszeichnungen vergeben.
- Protokoll der Jurysitzung 55.1 KB
- Katalogauszug 1138 KB

