„24-Stunden-Betreuung“

Mit dem Hausbetreuungsgesetz sowie den Novellen zur Gewerbeordnung und zum Bundespflegegeldgesetz wurden 2007 die Rechtsgrundlagen für die Legalisierung der sogenannten „24-Stunden-Betreuung“ zu Hause sowie zur finanzielle Förderung dieser Legalisierung geschaffen.

Ab 1.11.2008 traten wesentliche Verbesserungen in Kraft:

  • die Förderungen wurden bis zu 100% erhöht und
  • werden nun unabhängig vom Vermögen der Antrag stellenden Person gewährt; die Einkommensgrenzen gelten aber nach wie vor (siehe unten).

Information

Leistungen

Im Wesentlichen fallen bei der 24-Stunden-Betreuung folgende Aufgaben an:

  • Unterstützung im Haushalt
  • Hilfe bei der Körperpflege
  • Erledigung kleiner Einkäufe
  • Aufwärmen und Herrichten von Mahlzeiten
  • Körperliche und geistige Förderung der zu betreuenden Personen
  • Betreuung im Krankheitsfall

Pflegerische und medizinische Tätigkeiten sind aber den diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie PflegehelferInnen vorbehalten.
Seit 10. April 2008 dürfen allerdings neben den oben angeführten Betreuungstätigkeiten im Einzelfall auch bestimmte pflegerische und ärztliche Tätigkeiten ausgeübt werden, soweit sie der Betreuungskraft durch diplomiertes Pflegepersonal oder Ärzt/innen übertragen wurden.

Kosten

Die Kosten für eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause sind mit der jeweiligen Organisation bzw. den selbständigen PersonenbetreuerInnen zu vereinbaren. Eine Förderung durch das Bundessozialamt ist - sofern die unten genannten Voraussetzungen erfüllt sind - in folgender Höhe möglich:

  • bis zu 1.100,-- Euro pro Monat, wenn zwei unselbstständige Arbeitsverhältnisse vorliegen,
  • bis zu 550,-- Euro pro Monat bei zwei selbstständigen Betreuungskräften.

Voraussetzungen für eine Förderung

  • Bedarf einer 24-Stunden-Betreuung
  • Bezug von Pflegegeld ab Stufe drei nach dem Bundespflegegeldgesetz oder einem Landespflegegeldgesetz
  • Vorliegen eines Betreuungsverhältnisses zur pflegebedürftigen Person, zu einem Angehörigen oder zu einem gemeinnützigen Anbieter
  • Monatliches Nettoeinkommen bis zu 2.500,-- Euro (nicht zum Einkommen zählen u.a. Pflegegeld, Sonderzahlungen, Familienbeihilfen, Kinderbetreuungsgeld und Wohnbeihilfen)
  • Die Einkommensgrenze erhöht sich um 400,-- Euro für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen, bzw. um 600,-- Euro für jeden unterhaltsberechtigten Angehörigen mit Behinderung

Antragstellung

Expertinnen und Experten zum Thema “Rund um die Uhr Betreuung“

  • Bundessozialamt Burgenland:
    Mag. Nikolaus Wachter, Frau Grafl Birgit (05 99 88-7407)
  • Abteilung 6 - Hauptreferat Soziales: 
    Mag.a Nicole Schlaffer, DSA Erich Crasz (057-600/2731, oder 2939)
  • Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft:
    Herr Ibesich Gerhard (02682/ 62531-160)
  • Burgenländische Gebietskrankenkasse:
    Frau Piller 02682/608-1200, Herr Mag. Graf (Klappe 1201), Herr Frank (Klappe 1240)
  • Finanzamt Eisenstadt:
    Frau Mag.a Edith Hanel-Schmidt (02682/62831-5115)
  • Wirtschaftskammer Burgenland (Tel.Nr.: 0590907):
    Gründerservicestelle: Frau Maria Eberhard (DW 2210) und Frau Mag. Kaiser Sonja (DW 2220)
    Servicecenter: Fr. Ecker (DW 2113), Fr. Walzer (DW 2114), Fr. Weinreich (DW 2111) und Fr. Zweiler (DW 2116)
  • Abteilung 2 - Hauptreferat Wirtschaft, Anlagen und Tourismus
  • Bundesministerium für Inneres: Fragen des Fremdenrechts:
    Frau Mag.a Maria Markovics 01/53126-2731
  • Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz:
    Stv. Sektionschef Dr. Hansjörg Hofer 01/71100-6193

Bei Fragen zur Gewerbegenehmigung und bei fremdenrechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an die zuständige Bezirkshauptmannschaft.