Burgenland gegen Dickdarmkrebs

Im Jahr 1987 startete das Burgenland vom Bezirk Oberpullendorf ausgehend die österreichweit einzigartige, sehr erfolgreiche Vorsorgekampagne „Burgenland gegen Dickdarmkrebs“.

Ziel des Projektes „Kolorektales Karzinom – Burgenland gegen den Dickdarmkrebs“ ist die Senkung der Erkrankungs- und Sterberaten dieser relativ häufigen und oft zum Tod führenden Krebsform. Die Ziele sind Früherkennung von bösartigen Dickdarmtumoren in heilbarem Stadium und die endoskopische Entfernung der Vorstufen des Dickdarmkarzinoms (Polypen) und die Aufklärung der burgenländischen Bevölkerung. Für die teilnehmenden Personen ist die Aktion selbstverständlich kostenlos.

Finanziell bzw. organisatorisch wird dieses Projekt gemeinsam vom Amt der Bgld. Landesregierung, der Bgld. Gebietskrankenkasse, der Bgld. Ärztekammer, dem Labor Lang, dem Institut der Krebsforschung Wien sowie den burgenländischen Gemeinden durchgeführt.

Die Vorsorgeaktion wird vom Institut für Krebsforschung in Wien wissenschaftlich begleitet und überprüft. Die Gemeinden sind ebenfalls in diese Vorsorgemaßnahme aktiv miteingebunden. Ohne Engagement der Gemeinden wäre die Maßnahme nicht durchführbar. Sie sind u.a. für das Austeilen und Einsammeln der Proben zuständig. Die Mitarbeit der Gemeinden ist daher entscheidend für den Erfolg dieser so wichtigen Vorsorgemaßnahme.

Der Nutzen dieser kostenlosen Vorsorgeleistung ist durch zahlreiche Studien nachgewiesen. Durch eine jährliche Teilnahme leisten Sie einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt Ihrer Gesundheit und steigern somit Ihre Lebensqualität!

Ablauf:
Da das Polypenwachstum in etwa um das 40. Lebensjahr beginnt, sollen alle Personen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren jährlich an dieser Gesundheitsvorsorgeaktion teilnehmen. Die Zustellung der mit Namensetiketten versehenen Stuhltests an die Bevölkerung erfolgt durch die Gemeinde. Die für die Untersuchung notwendigen Stuhlproben sind entsprechend der Anleitung zu sammeln und an der vorgesehenen Sammelstelle im angegebenen Zeitraum abzugeben.

Die Auswertung der Stuhltests übernimmt ein Labor. Teilnehmer mit positivem Testergebnis werden von den niedergelassenen ÄrztInnen über das Testergebnis in Kenntnis gesetzt und nach entsprechender Aufklärung zu einer Koloskopie überwiesen. Mit dieser Vorgangsweise werden sowohl die ärztliche Schweigepflicht als auch der Datenschutz sichergestellt.

Kontakt und Info zum Projekt:

Projektleiter
OA Dr. Karl Mach, OA Dr. Gernot Leeb

A. ö. Krankenhaus Oberpullendorf
Telefon: 057979/34135