Gelbfieberimpfung

Erreger des Gelbfiebers ist das Gelbfieber-Virus (Flavi-Virus).
Übertragung:
Durch Stechmücken, Inkubationszeit: 3 bis 6 Tage.
Verbreitung:
Gelbfieber tritt in weiten Teilen von Afrika und im zentralen Südamerika auf.

Impfstellen des Landes Burgenland:

  • Amt der Burgenländsichen Landesregierung
    Abteilung 6 - Sanitätsdirektion und Gesundheitsmanagement
    Kontakt:
    Dr. Josefine Weninger MAS
    Telefon: 057-600/2678

    WHR Dr. Ernst Gschiel
    Telefon: 057-600/2676
  • Gesundheitsamt der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf
    Kontakt:
    Dr. Ljubica Borcic
    Telefon: 057-600-4420

Impfkosten: Euro 39,-- (vor Ort zu entrichten)
Um telefonische Terminvereinbarung vorab wird gebeten.


Zusätzlich kann die Gelbfieberimpfung auch in der Ordination bei Kinderfacharzt (Impfreferent a.D.) OMR Dr. Peter Arends in Anspruch genommen werden.

  • Kontakt:
    OMR Dr. Arends Peter
    7540 Güssing, Telefon 03322/42780
    8380 Jennersdorf, Telefon: 03329/43356

Liste bundesweit zugelassener Impfstellen für Gelbfieber

Das Virus kann durch Stechmücken auf Menschen in den Dschungelrandgebieten übertragen werden. Während sich das Virus im menschlichen Organismus verbreitet, kann es von Stechmücken wieder aufgenommen und weiter an andere Menschen übertragen werden. Sowohl im tropischen Afrika als auch in Südamerika waren in den letzten Jahren immer wieder Gelbfieberausbrüche zu verzeichnen.

Krankheitsbild

  • Milde Verlaufsform
    Nach der Inkubationszeit kommt es zum Auftreten von hohem Fieber (39° bis 40°C), Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Nasenbluten. Nach einigen Tagen beginnt die Genesung.
  • Klassische Verlaufsform
    Nach der Inkubationszeit kommt es zu einem plötzlichen Beginn mit hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Der Puls ist niedrig und Zeichen einer Blutungsneigung (z. B. Nasenbluten) treten auf (Infektionsstadium).

Fieberabfall, Verbesserung des Allgemeinzustandes und großes Schlafbedürfnis sind Zeichen für nachlassende Krankheitssymptome oder Genesung.
Erneuter Fieberanstieg mit neuerlicher Verschlechterung des Zustandes kennzeichnet eine ungünstige Verlaufsform. Es kommt zum Auftreten von Gelbsucht, Nierenfunktionsstörungen mit Abnahme der Harnmenge, Blutungsneigung (Bluterbrechen, blutige Stühle, Haut- und Schleimhautblutungen) und von Störungen des Zentralnervensystems. Der Tod tritt nach sieben bis zehn Tagen durch Nieren- und Leberversagen mit Delirium und schweren Blutungen ein.
Eine durchgemachte Gelbfiebererkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Behandlung:
Da es sich bei der Gelbfiebererkrankung um eine Viruserkrankung handelt, ist eine spezifische Therapie nicht möglich, die Behandlung besteht aus unterstützenden Maßnahmen. Die beste „Therapie“ ist die vorbeugende Gelbfieberimpfung, um die Erkrankung überhaupt zu verhindern!

Schutzrate:
Ab dem 10. Tag nach der Impfung etwa 90%, nach 1 Monat fast 100%

Schutzdauer:
Internationale Gültigkeit der Impfung: zehn Jahre.

Nebenwirkungen:
In sehr seltenen Fällen leichte Temperaturerhöhung nach sieben bis zehn Tagen. Bekannt sind 12 Fälle von schweren Organerkrankungen nach Gelbfieberimpfung, teils mit tödlichem Ausgang bei Erwachsenen. Angesichts der hohen Zahl verabreichter Impfungen (weit über 100 Millionen) ist dieses Nebenwirkungsrisiko aber als sehr gering einzustufen.

Nicht geimpft werden dürfen:
Menschen mit akuten fieberhaften Erkrankungen, mit Erkrankungen des Immunsystems (angeboren oder erworben), Kinder vor dem vollendeten 6. Lebensmonat, Menschen, die an einer Hühnereiweißallergie leiden.

Besonderer Hinweis für Personen über 60:
Seit einigen Jahren werden im Zusammenhang mit der Gelbfieberimpfung in sehr seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen gemeldet. Diese sind vermutlich auf die Impfung zurückzuführen. Insgesamt sind etwa 30 Fälle in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten bekannt geworden, bei mehreren hundert Millionen durchgeführter Impfungen! Die überwiegende Zahl dieser Fälle endete tödlich. Es ist unklar, warum diese Nebenwirkung auftritt. Einzig und allein das Alter des Impflings scheint einen gewissen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer solchen Nebenwirkung zu haben. Ausdrücklich sei angemerkt, dass diese Nebenwirkungen nur bei Gelbfiebererstimpfung auftreten, niemals bei Wiederimpfung.

Abschließend sei aber angemerkt, dass die Gelbfieberimpfung nach wie vor eine der sichersten und nebenwirkungsärmsten Impfungen ist.