GeKiBu – Gesunde Kindergärten im Burgenland

Logo - Gesunde Kindergärten im Burgenland, GeKiBu

Im Rahmen der österreichweiten Vorsorgestrategie wurden in den Jahren 2011 bis 2014 zahlreiche gesundheitsförderliche Aktivitäten zum Thema Ernährung umgesetzt. Das Burgenland hat sich dazu entschlossen, das Ernährungsprojekt „GeKiBu – Gesunde Kindergärten im Burgenland“ in burgenländischen Kindergärten zu starten. Im Projektzeitraum von 2012 bis 2014 wurden 40 burgenländische Kindergärten von erfahrenen Ernährungsexpertinnen und Experten betreut, ab September 2015 wird das Projekt fortgesetzt.

Was ist die österreichweite Vorsorgestrategie?

Das Ernährungsverhalten und die Geschmacksvorlieben eines Kindes werden bereits während der Schwangerschaft und in der frühen Kindheit entscheidend geprägt. Gesundheitsförderliche Maßnahmen in diesen sensiblen Lebensphasen ermöglichen einen gesunden Start und können krankmachenden Verhaltensweisen und damit vielen Krankheiten im späteren Leben effizient vorbeugen

Die gesündere Wahl beim Essen zur leichteren Entscheidung zu machen, das ist das aktuelle Ziel der österreichischen Vorsorgestrategie. Insgesamt zehn Millionen Euro stellt die Bundesgesundheitsagentur bis Ende 2013 für gezielte und nachhaltige Vorsorgemaßnahmen bereit. Auch eine Finanzierung für das Verlängerungsjahr 2014 wurde ermöglicht. Alle wichtigen Partner im Gesundheitswesen – Bund, Länder und Krankenkassen – ziehen an einem gemeinsamen Strang und sorgen für die Umsetzung. Dazu werden in allen Bundesländern zahlreiche langfristige qualitätsgesicherte Initiativen, wie z. B. Beratungen und Workshops in Kindergärten, Schulen sowie anderen Settings und Maßnahmen zur Optimierung der Gemeinschaftsverpflegung durchgeführt.

Weitere Informationen zur österreichweiten Vorsorgestrategie Ernährung finden Sie unter: https://www.gesundheit.gv.at/Portal.Node/ghp/public/content/vorsorgestrategie-ernaehrung-einleitung.html

Das Projekt GeKiBu - Gesunde Kindergärten im Burgenland

Damit durch das Projekt GeKiBu das Essverhalten der Kinder und deren Eltern verbessert wird und die Kindergärten nachhaltig gesundheitsförderlich gestalten werden können, wurden in den Jahren 2012 und 2013 insgesamt 40 ausgewählte Kindergärten von erfahrenen ErnährungsexpertInnen individuell betreut, im Verlängerungsjahr 2014 wird der Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit gerichtet, auch die Optimierung der Gemeinschaftsverpflegung soll in Angriff genommen werden. Besonderer Wert wird dabei auf die Beteiligung der Zielgruppen, und zwar Kinder, Eltern und KindergartenpädagogInnen gelegt. Die drei großen Schwerpunkte des Projektes sind daher:

  • Kinderworkshops gemeinsam mit den Kindern
  • Themenbezogene Elternabende
  • Ernährungsworkshops für KindergartenpädagogInnen

Ab September 2015 wird das Projekt fortgesetzt und pro Jahr 15 neue Kindergärten in die GeKiBu-Betreuung aufgenommen. Für bereits bestehende Gesunde Kindergärten besteht die Möglichkeit, die weiterführende Betreuung in Anspruch zu nehmen.

Viermal im Kalenderjahr finden im Kindergarten Kinderworkshops zum Thema gesunde Ernährung statt, in denen die Kindergartenkinder gemeinsam mit der/dem ErnährungsexpertIn auf spielerische Weise und durch den Einsatz vielfältiger Methoden gesunde Essgewohnheiten erarbeiten und so zu einer bewussten Ernährungsweise motiviert werden sollen.

Darüber hinaus haben die teilnehmenden Kindergärten die Möglichkeit, die ErnährungsexpertInnen zweimal im Jahr zu einem Elternabend einzuladen, wo die Eltern zum Thema Ernährung umfassend informiert werden.Eltern spielen als Vorbildpersonen vor allem in diesem Alter eine wichtige Rolle, umso bedeutsamer ist es, sie auch in das Projekt zu integrieren.In den Ernährungsworkshops für KindergartenpädagogInnen erhalten diese wichtige Anregungen, wie die gesunde Ernährung in den Kindergartenalltag integriert werden kann und was dabei beachtet werden muss.

Zusätzliche Anregungen für die gesunde Gestaltung des Kindergartenjahres liefert die Informationsmappe für die PädagogInnen, die jedem Kindergarten kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Auch Kindergärten, die nicht im Rahmen dieses Projektes betreut werden können, haben die Möglichkeit, diese Mappe kostenlos anzufordern. Um die KindergartenpädagogInnen auf dem Laufenden zu halten und den Aspekt der Nachhaltigkeit sicher zu stellen, wird zusätzlich einmal im Monat ein Newsletter mit gesunden Rezepten, Tipps und Tricks an die Projektkindergärten versendet.

Ab Herbst 2015 wird ein großer Schwerpunkt auf die Optimierung der Gemeinschaftsverpflegung gelegt. Der Verpflegung in Kinderbetreuungseinrichtungen kommt eine wichtige Rolle zu, wenn es um ein gesundes Ernährungsverhalten unserer Kinder geht, da viele Kinder ihre Hauptmahlzeit im Kindergarten einnehmen. Ausgewogene, kindgerechte Speiseplangestaltung soll künftig das Ziel aller Gemeinschaftsverpfleger sein. Um dieses Ziel zu erreiche, wurde auf Basis des aktuellen Wissensstandes und der vorhandenen Datenlage ein Leitfaden erstellt, der Wirte, Caterer und Betriebsküchen bei der gesundheitsförderlichen Gestaltung des Essensangebots unterstützen soll. Im Rahmen von Workshops wird dieser Leitfaden durch unsere Ernährungsexpertinnen vorgestellt und in Einzelgesprächen die Umsetzung begleitet.

Folgende Kindergärten wurden im Rahmen des Projektes „GeKiBu“ betreut und als "Gesunde Kindergärten" ausgezeichnet:

Im Jahr 2012Im Jahr 2013
BernsteinAntau
DonnerskirchenBreitenbrunn
GroßpetersdorfDeutsch Jahrndorf
HirmDeutsch Schützen
HornsteinEisenstadt Oberberg
KobersdorfGerersdorf-Sulz
KukmirnJabing
LackenbachKemeten
Mattersburg HochstraßeLoipersdorf/Kitzladen
MühlgrabenLutzmannsburg
PamaMariasdorf
PinkafeldMönchhof
WallernNeuberg im Burgenland
WeppersdorfNeusiedl am See/Gartenweg
WulkaprodersdorfNeutal
Oggau
Piringsdorf
Rohrbach
Rotenturm
Rudersdorf
Steinberg/Dörfl
Stinatz
Tschurndorf
Winden
Zagersdorf

Neu ab September 2015 im Projekt dabei sind folgende Kindergärten:

  • Deutsch Kaltenbrunn
  • Eberau
  • Forchtenstein
  • Horitschon
  • Illmitz
  • Lockenhaus
  • Loipersbach
  • Oberpullendorf
  • Potzneusiedl
  • St. Georgen
  • Stadtschlaining
  • Steinbrunn
  • Strem
  • Tauka
  • Unterwart

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter post.gesundheit@bgld.gv.at oder 057/600-2768!