Unfallbilanz Burgenland: Ablenkung im Straßenverkehr Unfallursache Nr. 1

37% Prozent aller Unfälle ereignen sich durch Ablenkung im Straßenverkehr, im Burgenland gab es eine Steigerung von 6 Prozent! ***

 

Eisenstadt, 25.11.2015 - Mit einem Anteil von 37 Prozent am Gesamtunfallgeschehen war Ablenkung im Jahr 2014 die häufigste Unfallursache auf Burgenlands Straßen - und die Unfallzahlen steigen: Von 815 Unfällen mit Personenschaden ereigneten sich 303 Unfälle im Jahr 2014 durch Ablenkung.

7 Personen starben dabei. „Ablenkung ist jenes Risiko, das im Straßenverkehr am häufigsten unterschätzt wird, aber trotzdem nahezu alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen betrifft. Wer am Straßenverkehr aktiv teilnimmt, egal ob als Fußgänger, Radfahrer, Moped-, Motorrad- oder Autofahrer, sollte die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen lenken“, erläutert Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz.

Mythos Multitasking
Die Steigerung der Unfallzahlen zeigt, dass im Burgenland verstärkte Anstrengungen notwendig sind, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Vor allem bei Ablenkung müssen weitere Maßnahmen gesetzt werden. „Viele von uns denken, dass wir locker mehrere Tätigkeiten gleichzeitig verrichten können. Doch diese Annahme ist ein Trugschluss, denn das menschliche Gehirn ist nicht zum Multitasking geschaffen. Das gleichzeitige Ausführen mehrerer Tätigkeiten führt zu einem erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlust“, erklärt DI Sabine Kaulich vom KFV.

Spielerisch gegen Ablenkung
Viele Situationen kann man als Verkehrsteilnehmer selbst beeinflussen. Die Entscheidung, worauf man sich konzentriert, liegt bei einem selbst – egal ob als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer. Um das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für die verschiedenen Gefahren zu schärfen, hat das KFV eine interaktive Online-Plattform entwickelt. Unter www.abgelenkt.at haben Interessierte die Möglichkeit, die Folgen und Risiken von Ablenkung im Straßenverkehr virtuell anhand von Filmen zu erleben.    

Verkehrssicherheitsprogramm wird fortgesetzt
Im laufenden Jahr 2015 wird es aller Voraussicht nach zu einer Stagnation auf einem hohen Niveau der Verkehrstoten kommen. Daher ist es nun besonders wichtig, die Weichen für ein neues Verkehrssicherheitsprogramm zu stellen. „Es ist jetzt wichtig, auf Entwicklungen zu reagieren und unsere Infrastruktur, Regelungen und Verhaltensweisen daran anzupassen“, so Tschürtz. 

Das Verkehrssicherheitsprogramm 2015 – 2020, das von Experten, Behördenvertretern, Polizei, Autofahrerclubs und Verkehrsinstituten ausgearbeitet wird, soll daher als Leitfaden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Burgenlands Straßen dienen und die Unfallzahlen nachhaltig senken.

„Verkehrssicherheit ist eine permanente Aufgabe“, so LH-Stv. Tschürtz, „Ziel des VSP-Burgenland ist es daher, die Gefahrenerkennung zu verbessern, das Sicherheitsbewusstsein zu steigern und dadurch die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ziel ist es, das sichere und faire Verhalten im Straßenverkehr zum Schutze des Menschen ins Bewusstsein zu rücken. Denn nur dann ist es möglich, langfristig eine nachhaltige Erhöhung der Verkehrssicherheit zu bewirken, um Leid und Trauer zu verhindern!“
„Wir müssen gemeinsam erreichen, dass sich sicheres und faires Verhalten im Straßenverkehr in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer einprägt und so nachhaltig für mehr Sicherheit auf Burgenlands Straßen sorgt“, schließt Kaulich.

Pressefotos zum Download:    Vorläufige Verkehrsunfallbilanz Burgenland_1, _2

Bildtext Bilder 1, 2:    LH-Stv. Hans und DI Sabine Kaulich vom KFV präsentieren Verkehrsunfall-Zwischenbilanz und neue interaktive Online-Plattform

Bildquelle:    Bgld. Landesmedienservice

Rückfragen:
Franz-Josef Kappel
Presse, Öffentlichkeitsarbeit Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz
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