KIJA präsentiert Tätigkeitsbericht 2012/2013

Tätigkeitsbericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft für die Jahre 2012 und 2013 präsentiert

Soziallandesrat Dr. Peter Rezar präsentierte heute gemeinsam mit Kinder- und Jugendanwalt Mag. Christian Reumann den Tätigkeitsbericht der Kinder- und Jugendanwaltschaft (KIJA) für die Jahre 2012 und 2013. „Die Kinder- und Jugendanwaltschaft ist der gesetzliche Ansprechpartner in allen Angelegenheiten, die Kinder und Jugendliche betreffen. Entsprechend breit gefächert ist der Aufgabenbereich dieser wichtigen Einrichtung. In den Jahren 2010 und 2011 wurde die KIJA insgesamt 709 Mal kontaktiert, in 30 Prozent der Fälle haben sich Kinder und Jugendliche an die Kinder- und Jugendanwaltschaft gewandt, in 58 Prozent der Fälle waren es Erwachsene und in 12 Prozent Ämter und Institutionen“, bilanziert Rezar. An oberster Stelle standen dabei Anliegen zu kinder- und jugendrelevanten Gesetzen (161 Fälle) gefolgt vom Bereich Obsorge und Besuchsrecht (100 Fälle), Familienproblemen (93 Fälle) und Gewalt (83 Fälle). Aktuell Kopfzerbrechen bereiten die neuen Medien und sozialen Netzwerke wie WhatsApp und Facebook, sagt Reumann: „Kinder und Jugendliche stellen erotische Fotos von sich ins Netz und sind sich über die Tragweite ihres Handelns nicht bewusst. Die Fotos bleiben nämlich nicht dem geplanten Empfängerkreis vorbehalten, sondern kursieren plötzlich an der ganzen Schule und noch viel weiter. Das erzeugt viel Leid und bringt die Betroffenen in bedrohliche Situationen.“ Lösen könne man das Problem des „Cybercrime“ nur mit Aufklärungsarbeit. Auch Eltern und Lehrer sollten mit Kindern darüber sprechen, welche Bilder ins Netz gestellt werden können, welche nicht. WhatsApp ermöglicht den Austausch von Textnachrichten, Bild-, Video- und Ton-Dateien sowie Standortinformationen zwischen Benutzern von mobilen Geräten wie Smartphones.

Der Bericht der KIJA zeigt das breite Aufgabengebiet dieser Einrichtung, das von Beratung von Minderjährigen über Informations- und Aufklärungsarbeit, Information und Beratung von Erwachsenen, die sich für Kinder und Jugendliche einsetzen, Projektarbeit, Begutachtung von Gesetzen sowie Stellungnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit, Vortragstätigkeit, Informationsveranstaltungen in Schulen und bei Jugendgruppen, Schulungen, Fortbildungen von PädagogInnen bis zu Einzelfallarbeit reicht.

Prävention und Information
Ein wichtiger Teil der Arbeit der Kinder- und Jugendanwaltschaft ist die flächendeckende  Prävention und Information. „Dazu wurden in den Jahren 2012 und 2013  54 Informationsveranstaltungen und Vorträge gehalten. Außerdem war die Kinder- und Jugendanwaltschaft an großen Berufsorientierungsmessen vertreten.
Projekte wie zum Beispiel die Friedenswoche auf Burg Schlaining oder der Literaturwettbewerb „Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt“, die Planung, Konzipierung und Ausarbeitung diverse Broschüren und Kooperationen zählen ebenfalls zum Tätigkeitsfeld der Kinder- und Jugendanwaltschaft.

Reumann: „Kinder und Jugendliche als vollwertige Menschen sehen“
Ein wichtiger Bereich ist die Medienarbeit im Sinne der Kinder und Jugendlichen, sagt Reumann: „Arbeit im Kinder- und Jugendbereich ist eine gesellschaftspolitische Arbeit. Kinder und Jugendliche werden von vielen Erwachsenen noch immer nicht als vollwertige Menschen angesehen. Die so genannte ,G’sunde Watsche‘ halten 50 Prozent aller Erwachsenen noch immer für nicht so schlecht.“ Fazit: Zwar habe sich in Österreich in den letzten Jahren an der Situation der Kinder und Jugendlichen Vieles verbessert, es bleibe aber noch immer viel zu tun, so Reumann.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft (KIJA) ist telefonisch unter der Nummer 057/600-2808 erreichbar (http://www.burgenland.at/buerger-service/buergerservice/buergerservicestellen/kinder-jugendanwalt/).

Download: Tätigkeitsbericht KIJA 2012/2013 (PDF)

Pressefotos zum Runterladen: Tätigkeitsbericht KIJA 2012-2013 1, 2

Bildtext: Sozial- und Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar präsentiert mit Kinder- und Jugendanwalt Mag. Christian Reumann den KIJA-Tätigkeitsbericht 2012/2013

Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

 

Wolfgang Sziderics, 18. Juni 2014
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