ESF-Projekte

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein erklärtes Ziel im Operationellen Programm Burgenland 2007 – 2013 und wird als Querschnittsthema so weit als möglich auf allen Ebenen in allen Strategien und Maßnahmen berücksichtigt. Gleichstellungspolitik wird als Querschnittsaufgabe verstanden und ist nicht nur auf die Entwicklung gleichstellungsorientierter Maßnahmen und Projekte ausgerichtet. Neben bildungspolitischen Maßnahmen hängt eine effektive Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsmarkt wesentlich von der Verfügbarkeit von (Kinder- und/oder Alten)Betreuungsmöglichkeiten, der Aufteilung der Erwerbs- und unbezahlten Haushaltsarbeit, der Gestaltung der Rahmenbedingungen ( z.B. Mobilitätseinschränkungen) und dem Qualifikationsniveau von Frauen ab.

Das Phasing Out-Programm des Burgenlandes kann aber aus finanziellen und auch thematischen Einschränkungen nicht auf alle Aspekte dieses Bereiches eingehen, und hat sich daher Programmschwerpunkte gesetzt, die zu einer schrittweisen aber dennoch sichtbaren Verbesserung der Ist-Situation beitragen sollen.

So sollen verstärkte Mobilitäts-, Betreuungs- und Unterstützungsmaßnahmen und das Erproben innovative Ansätze zur Erhöhung der Frauenerwerbsquote am Arbeitsmarkt beitragen. Frauen mit Betreuungspflichten sind in ländlichen/strukturschwachen Regionen am Arbeitsmarkt stärker benachteiligt, weil sie verstärkt an den lokalen Arbeitsmarkt gebunden sind. Oft werden besser bezahlte Arbeitsplätze, die mit langen Wegzeiten verbunden sind, zugunsten weniger gut bezahlter aber in der Nähe des Wohnortes liegender Arbeitsplätze ausgeschlagen.

Dem Referat Frauenangelegenheiten standen im Phasing Out 2007 – 2013 zum Abbau dieser Mobilitäts- und Integrationsbarrieren für Frauen bis 2013 1,75 Mio Euro zur Verfügung.

Auch in der neuen Förderperiode 2014-2020 sollen wieder ESF-Projekte geplant und verwirklicht werden.

Einreichunterlagen (http://www.esf.at/esf/2015/05/26/esf-call-reduktion-von-frauenarmut-im-burgenland/)