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Bildtext: Dipl. Ing. Hans Binder und Landeshauptmann Hans Niessl © Land Burgenland

Energie für die Zukunft

27.05.2008 16:44
Initiativen in Richtung stromautarkes Burgenland
Das Burgenland hat sich in den letzten Jahren in den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz, Energiesparen und bei der Nutzung erneuerbarer Energieträger eine Österreichweite Vorreiterrolle erarbeitet.

Nun will Landeshauptmann Hans Niessl - mit Unterstützung der Burgenländischen Energieagentur - Seitens des Landes neue Aktivitäten und Impulse setzten. „Bereits 60% des heimischen Strombedarfs werden aus erneuerbarer Energie abgedeckt – 50% aus Windkraft und 10% aus Biomasse. Wir wollen diesen Anteil weiter steigern, denn das Ziel bis 2013 lautet, dass wir 100% des heimischen Strombedarfs aus erneuerbarer Energie abdecken und damit stromautark werden. Mit den derzeit mehr als 200 Windrädern, die in Betriebe sind, werden jährlich rund 550.000 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht einer Menge von rund 55 Millionen Liter Heizöl. Das neue Ökostromgesetz bildet die Grundlage dafür, dass wir die Windkraft im Land weiter ausbauen werden“, sagte der Landeshauptmann in einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem Geschäftsführer der Burgenländischen Energieagentur, DI Hans Binder.

Das Land unterstützt die BEWAG beim weiteren Ausbau, wobei Investitionen zwischen 200 und 300 Millionen Euro möglich sind. Laut einer Untersuchung von „BirdLife“ gibt es in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt, Mattersburg sowie Oberpullendorf noch entsprechendes Eignungspotential, aber auch bei bereits bestehenden Anlagen, so Niessl wörtlich, sind die Grenzen der Leistungskapazitäten durch technologische Neuerungen noch lange nicht ausgeschöpft.

Mit den Neuerungen, die ab 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten, hat das Land aber auch die Burgenländische Wohnbauförderung als Hebel einer aktiven Klimaschutzpolitik gestärkt. Das Niedrigenergiehaus wird zum Standard im geförderten Wohnbau, erstmalig wird die Sanierung höher gefördert, als der Neubau, für ökologische Maßnahmen gibt es Förderungen von bis zu 25.000 Euro und die Förderung von Alternativenergieanlagen konnte gesteigert werden. Die Förderung der Alternativanlagen wird über die Burgenländische Energieagentur abgewickelt. Niessl dazu: „Mit der Burgenländischen Energieagentur haben wir eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die in Kooperation mit der Wirtschaftskammer und der FH in Pinkafeld ein Ausbildungsprogramm von Energieberatern für das Burgenland begonnen hat, wobei der aktuelle Ausbildungskurs in den nächsten Wochen abgeschlossen wird. Ziel ist es, einen Pool von ausgebildeten und kompetenten Energieberatern im Burgenland zu haben, welche unter der Koordination der Burgenländischen Energieagentur vor Ort Energieberatungen durchführen werden.“

Um ein nachhaltig wirkungsvolles und landesweites Energiekonzept zu erhalten, will Niessl vordergründig die Gemeinden mit einer aktiven Rolle einbeziehen, denn: „Die Summe aller Gemeindeenergiekonzepte ergibt im Wesentlichen das Landesenergiekonzept des Burgenlandes. Aus diesem Grund unterstütze ich eine aktive Beteiligung der Gemeinden an der gemeinsamen Erarbeitung von kommunalen Energiekonzepten und Strategien als Teil des Landesenergiekonzeptes.“

Für den Inhalt verantwortlich:
Hermann Fercsak
Landesmedienservice
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