Währung Menschlichkeit als soziale Zukunftsinvestition
Im Burgenland gibt es fünf Krankenanstalten und 42 Pflegeeinrichtungen mit einem großen Leistungsspektrum und verschiedenen Spezialisierungen. Um dieses Angebote auf hohem Qualitätslevel mit Blickrichtung demografischer Entwicklung auch in Zukunft dementsprechend aufrechterhalten zu können, ist ein gut ausgebildetes Fachpersonal erforderlich. Aus diesem Grund hat die Burgenländische Landesregierung eine Ausbildungsoffensive gestartet. Die Schule für „Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege“ in Oberwart und die gleichnamige Expositur in Frauenkirchen sind dabei ein ganz wesentlicher Faktor.
Die „Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflegeschule in Oberwart“ wurde 1974 aus der Taufe gehoben. Insgesamt 1450 Schülerinnen und Schüler haben die Ausbildung abgeschlossen und erhielten ein Diplom dieser Schule. Im Februar 2008 wurde mit dem ersten Jahrgang der Ausbildung für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege in Frauenkirchen gestartet. 9 Schülerinnen und 1 Schüler haben vor wenigen Wochen ihre Diplome für die erfolgreiche Absolvierung der „Allgemeinen Gesundheits- und Krankenpflegeschule Oberwart/Expositur Frauenkirchen“ bereits erhalten. Die allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege ist nach wie vor ein traditioneller Frauenberuf. Dies spiegelt sich in der Tatsache wider, dass bisher 88,7% Frauen und 11,3% Männer in Oberwart ausgebildet wurden.
„Die Arbeit im Krankenpflegebereich ist nicht immer einfach, stellt hohe Anforderungen sowohl an die Qualifikation der Beschäftigten, als auch an ihre psychische und physische Belastbarkeit. Andererseits finden die AbsolventInnen dieser Krankenpflegeschule einen sicheren Arbeitsplatz in der Region, in den burgenländischen Krankenanstalten, den Pflegeeinrichtungen und in der Hauskrankenpflege. Unser Ziel ist es deshalb, neben einer Stärkung der Ausbildungen, die ausgebildeten Fachkräfte länger im Berufleben zu erhalten bzw. ihnen - beispielsweise nach einer Babypause - den Wiedereintritt zu ermöglichen. Ich möchte den jungen Menschen diesen Beruf ans Herz legen. Ich danke allen, die im Pflegebereich tätig sind, die Tag für Tag die Menschlichkeit und Zuwendung auch leben“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit KRAGES-Geschäftsführer Mag. Hannes Frech, Direktorin DGKS Karin Dolmanits, MSc, dem medizinisch-wissenschaftlichen Leiter WHR Dr. Roland Pavelka und LSR Präsident Mag. Dr. Gerhard Resch in der „Allgemeinen Schule für Gesundheits- und Krankpflege in Frauenkirchen, die am 1. April 2011 ihre Türen öffnete, um einen Einblick in die Ausbildung zu gewähren.
Ab dem nächsten Schuljahr, für das man sich noch bis 30. April 2011 anmelden kann, können die Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule auch die Schule mit Matura absolvieren. Diese Neuerung stellt einen weiteren Schritt zur umfassenden Ausbildungsoffensive des Landes Burgenland dar. In Kooperation mit dem BFI Burgenland wird diese innovative Möglichkeit geboten, um den Schülerinnen und Schülern die bestmöglichste Ausbildung anbieten sowie den DiplomandInnen eine mögliche spätere akademische Laufbahn ermöglichen zu können. Nähere Infos zur Ausbildung, Anmeldung und Aufnahme sind via Internet unter www.krages.at in Erfahrung zu bringen.
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Fercsak Hermann
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