LR Dunst für Umsetzung der Kennzeichnung von Computerspielen
Jugendschutzlandesrätin Verena Dunst und Kinder- und Jugendanwalt Mag. Christian Reumann informierten heute über die neuesten Entwicklungen im Bereich des Jugendschutzes im Burgenland.
„Viele Studien, die den Zusammenhang zwischen schwächer werdender schulischer Leistung und der häufigen Nutzung von Gewaltspielen untersucht haben, kommen zum selben Ergebnis. Die Konzentrationsfähigkeit sinkt, die soziale Kompetenz nimmt stark ab und die schulischen Noten werden erwiesenermaßen deutlich schlechter. Die richtige Reaktion der Länder auf die Ergebnisse ist die verpflichtende Umsetzung der PEGI-Kennzeichnung“, so Landesrätin Verena Dunst zu einer neuen Studie, die jüngst präsentiert wurde und an der 45.000 Jugendliche in Deutschland beteiligt waren. Dabei stellte sich heraus, dass die Hälfte der 10jährigen Spiele benutzten, die für 18jährige zugelassen sind. Das europaweite PEGI-System (Pan European Game Information) zur Vergabe von Altersempfehlungen wurde eingeführt, um Eltern beim Kauf von Computerspielen mit Informationen bezüglich der Brutalität und somit der Alterskonformität auszustatten. Landesrätin Verena Dunst setzt sich für die Umsetzung der Kennzeichnung von Computerspielen ein. „Die Bundesländer arbeiten mit Hochdruck an einer Novellierung des Jugendschutzgesetzes. Die Wichtigkeit einer Umsetzung des PEGI-Systems ist den Verantwortlichen der Länder besonders wichtig“, so Landesrätin Dunst und Mag. Reumann unisono.
Eine partielle Zusammenarbeit der Bundesländer, wie im Fall der Altersbeschränkungen bei Gewaltspielen, funktioniert sehr gut. „Aber eine komplette Vereinheitlichung des Jugendschutzes in Österreich zeichnet sich nicht ab. Im Burgenland beispielsweise funktionieren die vorhandenen Maßnahmen zum Wohle des Jugendschutzes sehr gut. Wir arbeiten sehr intensiv mit den Bundesländern Wien und Niederösterreich zusammen, um einen verbesserten Jugendschutz gewährleisten zu können. Die Forderungen nach einem einheitlichen System kommen jährlich wieder, nur Bewegung ist in die Sache noch keine gekommen. Eine verschleierte Aufweichung des Jugendschutzes, in Form eines einheitlichen Kompromisses, kommt für mich ohnehin nicht in Frage“, bekräftigt Dunst ihren Standpunkt.
Weiters machte die Landesrätin auf den Literaturwettbewerb des Forums „Gewaltfreies Burgenland“ aufmerksam. Auch im nächsten Jahr soll es wieder den Literaturwettbewerb „Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt“ geben. „Das diesjährige Genre ist der Songtext. Ich bin schon sehr gespannt auf die vielen kreativen und hochwertigen Werke, die unsere Fachjury zugesendet bekommt“, so Initiatorin Landesrätin Verena Dunst. Eingereicht werden können unveröffentlichte Beiträge, welche in Form eines Song- oder Liedtextes Botschaft gegen Gewalt transportieren. Die drei erstgereihten aller eingereichten Beiträge werden mit dem „Goldenen Kleeblatt gegen Gewalt 2010“ ausgezeichnet und mit Geldpreisen prämiert: 1. Preis: 1000.- Euro, 2. Preis: 700.- Euro und 3. Preis: 500.- Euro. Für den besten burgenländischen Beitrag wird ein Sonderpreis vergeben – Beiträge von jungen Autorinnen und Autoren werden mit weiteren Sachpreisen prämiert.
Die Beiträge sind bis spätestens 3. Dezember 2010 an folgende Adresse zu senden:
Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 6
zHd. Frau Gabriele Reuter
Europaplatz 1
A-7000 Eisenstadt
Rückfragen bitte an Frau Gabriele Reuter:
Telefonnummer 0043 (0)57-600-2188, Email: gabriele.reuter@bgld.gv.at
Abschließend informierte LR Dunst über die Aktion NO ALC BUT COCKTAIL, die seit dem Jahr 2002 jährlich mit immer größerem Zuspruch läuft. „Auch in diesem Jahr hatten wir wieder sehr viele Anmeldungen, Von Juni bis September rund 40 Veranstaltungen mit dem Service versorgt. Der finanzielle Aufwand betrug ca. 10.000 Euro“, so Dunst.
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