„Alternative Mobilität“ fördert Elektro-, Erd- und Biogas-Fahrzeuge
Mit der neuen Initiative „Alternative Mobilität“ will das Burgenland einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks leisten und gleichzeitig wichtige Impulse zur Belebung der Wirtschaft geben. „Das neue Paket ‚Alternative Mobilität’ umfasst die Förderung von Fahrzeugen mit Elektro-, Erdgas- und Biogas-Antrieb und wurde vom Land Burgenland gemeinsam mit den Partnern BEWAG und BEGAS initiiert und wird von der Burgenländischen Energieagentur abgewickelt“, informiert Landeshauptmann Hans Niessl über das neue Förderpaket des Landes.
„Auch 2010 wird es im Burgenland eine Vielzahl von Initiativen und große Investitionen geben, um die burgenländische Wirtschaft ankurbeln, damit wir in diesem Jahr einen weiteren großen Schritt aus der Krise machen können“, betont Landeshauptmann Hans Niessl bei der Präsentation der neuen Förderinitiative des Landes „Alternative Mobilität“. Unter dem Motto „Mit der Natur zu neuen Erfolgen“ gibt es im Burgenland große Bemühungen, eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung und Natur- und Umweltschutz gemeinsam zu verwirklichen. Bereits in der Vergangenheit habe das Burgenland in diesem Sinne viel erreicht, so LH Hans Niessl. Das Burgenland erzeugt heute schon 60 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen. 33 Prozent der Landesfläche stehen unter Naturschutz. „Wir brauchen beides: Eine Wirtschaft, die sich gut entwickelt und den Menschen Arbeitsplätze bietet und wir brauchen eine intakte Natur“, betont der Landeshauptmann und setzt mit dem neuen Förderpaket „Alternative Mobilität“ beim Hauptverursacher von CO2, dem Verkehr an: „Die neue Initiative „Alternative Mobilität“ wird einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung unseres ökologischen Fußabdrucks leisten und gleichzeitig auch wichtige Impulse zur Belebung der Wirtschaft geben“.
Im Jahr 2008 wurden 821.000 Tonnen CO2-Emissionen durch Individualverkehr im Burgenland verursacht – E-Autos sind im Betrieb zu 100 Prozent emissionsfrei. Bereits jetzt wird im Burgenland genügend Strom produziert, damit alle 170.000 burgenländischen PKWs mit Energie aus Windkraft versorgt werden könnten. Das neue Paket „Alternative Mobilität“ umfasst die Förderung von Fahrzeugen mit Elektro-, Erdgas- und Biogas-Antrieb und wurde vom Land Burgenland gemeinsam mit den Partnern BEWAG und BEGAS initiiert und wird von der Burgenländischen Energieagentur abgewickelt.
„Wenn man sich für ein Erdgasauto entscheidet, dann entscheidet man sich für die Nutzung einer vorhandenen Infrastruktur und für erprobte Technik. Erdgas ist ein Kraftstoff der Gegenwart und hilft, die geforderten Emissionsziele im Verkehr zu erreichen und die Umwelt zu schonen. Die Investitionskosten unterscheiden sich kaum im Vergleich zu Fahrzeugen mit Flüssigtreibstoffen und im laufenden Betrieb ist Erdgas fast um ein Drittel günstiger als Diesel und sogar um die Hälfte billiger als Benzin“, informiert BEGAS Vorstandsdirektor Mag. Rudolf Simandl.
„Mit dem neuen Förderpaket setzt die BEWAG einen weiteren Meilenstein in Sachen Ökoenergie und Energieeffizienz. Das Thema Elektromobilität ist Teil der Kernkompetenz der BEWAG und daher ein Teil der Unternehmensstrategie. Es wurde ein Mobilitätspaket auf Leasingbasis entwickelt, das grundsätzlich das Fahrzeug, den Treibstoff, ein Servicepaket und die Versicherung beinhaltet. Die BEWAG errichtet bis Ende des Jahres 2010 zehn Stromladestationen im Burgenland, verteilt auf Bezirksvororte, Tourismusstandorte und Park & Ride Anlagen. Der Weg der BEWAG geht vom Elektro-2-Rad zum Elektro-Auto. Es werden vorerst einspurige Fahrzeuge angeboten, wie E-Fahrräder, E-Mopeds, Segways und Bikeboards. Sobald seriell gefertigte Elektroautos verfügbar sind, werden diese in die Angebotspalette aufgenommen und ebenfalls im Leasingmodus erhältlich sein“, erklärt dazu Ing. Peter Sinowatz von der BEWAG.
„Elektrofahrräder werden bereits in wenigen Jahren ein fixer Bestandteil des innerörtlichen Verkehrsgeschehens sein", ist Roman Michalek, Leiter der Mobilitätszentrale Burgenland überzeugt. „Mit der heute vorgestellten Förderaktion kommen nicht nur Öffentliche Verwaltungen und Betriebe sondern endlich auch Privatpersonen in den Genuss, dieses zukunftsweisende Verkehrsmittel kostengünstig zu erwerben“, freut sich Roman Michalek.
Gefördert werden im Bereich der E-Mobilität neue elektrisch betriebene PKW oder der Umbau des PKW auf vollständigen elektrischen Betrieb, elektrisch betriebene Mopeds und Motorräder, Fahrräder mit Elektro-Hilfsantrieb, zweispurige Elektro-Scooter für Pensionisten oder Menschen mit Gehbehinderung. Die Höhe der Förderung beträgt 30 Prozent und bis 750 Euro für PKWs, bzw. 300 Euro bei Mopeds und 200 Euro bei Fahrrädern. Für Elektrofahrzeuge liegen im Fördertopf für 2010 insgesamt 300.000 Euro bereit. Im Bereich der Gas-Mobilität werden neue mit Erdgas oder Biogas betriebene PKW oder der Umbau auf Betrieb mit Erdgas oder Biogas gefördert. Die Förderhöhe liegt hier bei 30 Prozent und bis 750 Euro für PKWs. Für Gasfahrzeuge ist ebenfalls ein Fördertopf von 300.000 Euro vorgesehen. „Antragsformulare gibt es in den Gemeindeämtern und als Download auf der Homepage der Energieagentur. Die Förderungen gelten rückwirkend mit 1. Jänner 2010 und können von allen Personen mit Hauptwohnsitz im Burgenland beantragt werden“, erklärt DI Johann Binder von der Burgenländischen Energieagentur, die die Förderungen abwickelt. „Voraussetzung dazu ist ein Hauptwohnsitz im Burgenland und eine Zulassung des Fahrzeugs auf den Förderwerber. Pro Förderwerber kann nur ein Fahrzeug gefördert werden“, so DI Binder zu den allgemeinen Fördervoraussetzungen.
„Ich hoffe, dass sehr viele Burgenländerinnen und Burgenländer von den neuen Fördermöglichkeiten Gebrauch machen werden – aufgrund des sparsamen Kraftstoffverbrauchs und den niedrigen Treibstoffkosten ist eine Anschaffung derartiger Fahrzeuge besonders für Pendler interessant. Pendler, die täglich rund 120 km zurücklegen, sparen im Schnitt zwischen 50 und 100 Euro pro Monat. Profitieren werden wir alle: Die Wirtschaft, die Natur und Umwelt und die Menschen“, so der Landeshauptmann abschließend.
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Mag.a Margit Fröhlich
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