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Rettungsfahrer Manuel Göschl vom Roten Kreuz, Dir. Horst Jany, Bgm. Josef Ziniel, LH Hans Niessl, Stationsleitung Gabi Schwarz und LR Dr. Peter Rezar (v.li.) setzen sich für medizinische Versorgung in Frauenkirchen ein. © Land Burgenland

Unfallkrankenhaus Frauenkirchen: Medizinische Vollversorgung sichergestellt

22.06.2009 12:58
LH Hans Niessl: Ab August wieder voller Betrieb mit Nachbehandlung
In der Unfallambulanz Frauenkirchen konnten seit Mitte Mai aufgrund von personellen Engpässen keine Nachbehandlungen durchgeführt werden. Die Patienten mussten nach Kittsee oder Eisenstadt zur medizinischen Nachbetreuung fahren. „Ab August beginnt hier wieder der Vollbetrieb“, informierten heute Landeshauptmann Hans Niessl, Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar, der Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Horst Jany und Bürgermeister Josef Ziniel.

„In der Bevölkerung gab es in den letzten Wochen große Sorgen um die Unfallambulanz Frauenkirchen“, berichtete der Frauenkirchner Bürgermeister, Josef Ziniel. Seit Mitte Mai konnten in der Unfallambulanz, die zum Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt gehört, aus personellen Gründen keine Nachbehandlungen mehr durchgeführt werden. Ursprünglich war die Aufnahme der Nachbehandlung im September geplant, aufgrund der intensiven Bemühungen ist die Vollversorgung schon im August möglich. „Die Unfallambulanz ist ein sehr wichtiger Eckpfeiler der Gesundheitsversorgung im Seewinkel und wird seit 1980 geführt“, so Bürgermeister Ziniel.

„Die Unfallambulanz hat für die Bevölkerung einen sehr hohen Stellenwert. Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Vollversorgung weitergeführt wird“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl heute in Frauenkirchen und nannte dafür als Gründe: „Das Krankenhaus Kittsee liegt am Rande des Bezirks und ist daher für viele Menschen schwieriger erreichbar. Außerdem werden wir mit der Inbetriebnahme der St. Martinstherme mit rund 300.000 Gästen jährlich eine medizinische Versorgung in der Nähe brauchen. Ich stehe voll und ganz hinter der Unfallambulanz – es gibt sogar Überlegungen für einen weiteren Ausbau“. Rund 7.400 Patienten haben im Vorjahr die Ambulanz aufgesucht – es wurden etwa 17.000 Behandlungen durchgeführt.
„Aufgrund der guten Kooperation des Landes mit dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt ist die Wiederaufnahme nun früher möglich geworden. Seit 1980 führt der Konvent die Ambulanz. Die Unfallambulanz ist vom Standort Frauenkirchen nicht mehr wegzudenken. Rund 1,9 Millionen Euro kostet der laufende Betrieb im Jahr – 65 Prozent davon sind Personalkosten“, berichtete Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar. Warum es zu den Einschränkungen in der Nachbehandlung gekommen ist, erklärte der Krankenhaus-Direktor Horst Jany: „In den vergangenen Wochen gab es eine Kette von unglücklichen Zufällen. Der gleichzeitige Ausfall von vier Ärzten verursachte eine Personalknappheit.“ Nach intensiven Bemühungen haben sich nun eine Ärztin vom AKH Wien und ein Turnusarzt gefunden – beide werden nach einer Einarbeitungsphase ab August für die ärztliche Versorgung bereit stehen. Auch ein im Krankenstand befindlicher Arzt kann in Kürze wieder seine Arbeit aufnehmen. Für den Vollbetrieb ist ein Arzt sieben Tage in der Woche rund um die Uhr notwendig und ein zweiter Mediziner drei Mal in der Woche, um auch die Nachbehandlungen durchführen zu können. „Von 1. bis 18. Juni wurden 319 Erstuntersuchungen in Frauenkirchen durchgeführt und es gab 19 Notarztausfahrten“, belegt Dir. Horst Jany abschließend die Notwendigkeit der Expositur Frauenkirchen mit Zahlen.

Für den Inhalt verantwortlich
Mag.a Margit Fröhlich
Landesmedienservice
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